Die Könige des Bordelais
Bordeaux ist berühmt für seine Cuvées. Im Gegensatz zum Burgund, wo sortenreine Weine bevorzugt werden, werden im Bordelais mehrere Rebsorten gemischt, um komplexe und ausgewogene Weine zu kreieren.
Die roten Rebsorten
Merlot – Die dominierende Rebsorte
Merlot macht mehr als 65 % der Rebflächen im Bordelais aus. Er ergibt Weine:
- Rund, geschmeidig, mit seidigen Tanninen
- Mit Aromen von Pflaume, Schwarzkirsche und Schokolade
- Die relativ jung getrunken werden
Emblematische Weine: Pomerol (Pétrus), Saint-Émilion
Cabernet Sauvignon – Die Struktur
Die Königssorte des Médoc bringt:
- Feste Tannine und eine schöne Säure
- Aromen von schwarzer Johannisbeere, grüner Paprika, Bleistift
- Ein außergewöhnliches Lagerpotenzial (20 bis 50 Jahre)
Emblematische Weine: Pauillac (Mouton Rothschild), Saint-Julien
Cabernet Franc — Die Eleganz
Pflanzlicher und duftender als der Cabernet Sauvignon:
- Aromen von Himbeere, Veilchen, Bleistift
- Feinere Tannine
- Hauptkomponente in Saint-Émilion und Pomerol
Die weißen Rebsorten
Sauvignon Blanc
Dominierende Rebsorte der trockenen Weißweine aus dem Bordeaux (Pessac-Léognan, Entre-Deux-Mers):
- Frisch, lebhaft, mit Noten von Zitrusfrüchten und Buchsbaum
- Hervorragend als Aperitif zu Meeresfrüchten
Sémillon
Unverzichtbar für die Sauternes und Barsac:
- Aromen von Honig, kandierten Aprikosen, Bienenwachs
- Anfällig für Botrytis cinerea (Edelfäule)
Wie wird der Wein verschnitten?
Die Kunst des Bordeaux liegt im Verschnitt. Bei jedem Jahrgang wählt der Kellermeister die Anteile so aus, dass das Terroir zum Ausdruck kommt und gleichzeitig Kraft, Finesse und Frucht im Gleichgewicht sind.


